Healthcare Management á la Lauterbach

 oder: Eine Antwort auf die Frage, wie lange er wohl noch Minister bleibt? 

Auch mir geht die mediale Dauerpräsenz unseres Gesundheitsministers  manchmal “auf den Zeiger”. Aber gefragt, ob Lauterbach wohl noch lange Minister bleibt, antworte ich: Ja, aber sicher. Weil er aus politischer Perspektive (was heißt: Aus der ihn parteipolitisch tragenden Sichtweise) seinen Job sehr gut macht.  

Argumente zählen. Und wer über die Halbwertszeit unseres Gesundheitsministers spekuliert, sollte sich nicht von seinen Gefühlen leiten lassen.   (mehr …)

WeiterlesenHealthcare Management á la Lauterbach

Statt „Marx träumen“ reales politisches Handeln analysieren

Ein paar Gedanken zum Jahreswechsel

Etwas genervt war ich über den Spiegeltitel zum Jahreswechsel: Hatte Marx doch recht? Ich kann vieles teilen, das er in Sachen Kapitalismus diagnostiziert hat. Aber “mehr Politik wagen” als Alternative? Nein, da müsste einer kritischen Analyse des Kapitalismus dann zügig eine kritische Analyse politischen Handelns folgen. Ein paar schnelle Eindrücke, basierend auf langen Jahren Erfahrung im politischen Bereich: 

Die strukturellen Defizite politischen Handelns 

(mehr …)

WeiterlesenStatt „Marx träumen“ reales politisches Handeln analysieren

Auf den Weg gebracht. Eckpunkte zur Lauterbachschen Krankenhausreform vorgestellt.

Gesundheitsminister Lauterbach hat jetzt die Eckpunkte für eine Krankenhausreform vorgelegt. Klingt gut. Erwartungen und Befürchtungen der betroffenen Akteure, Lauterbach könne in üblicher Manier willkürlich interpretieren, was er an Vorschlägen vorgelegt…

WeiterlesenAuf den Weg gebracht. Eckpunkte zur Lauterbachschen Krankenhausreform vorgestellt.

Alles richtig gemacht. Nie hatte eine grüne Führungsmannschaft mehr Rückhalt als heute.

Alles richtig gemacht. Die #bdk22 war für die Grünen ein echter Erfolg. Der Zusammenhalt ist gestärkt. Die Partei steht geschlossen hinter ihrer Führungsmannschaft. Robert Habeck hält sich weitere Nachbesserungen offen. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen: Wenn die Bündnisgrünen nicht ihre grundsätzlichen Webmuster überprüfen, könnten sie schneller scheitern als uns allen lieb sein kann.  (mehr …)

WeiterlesenAlles richtig gemacht. Nie hatte eine grüne Führungsmannschaft mehr Rückhalt als heute.
Read more about the article Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie NICHT ihren Arzt oder Apotheker
Macht eine Konferenz mit allen wirklich Sinn? Oder produziert sie UnSinn?

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie NICHT ihren Arzt oder Apotheker

Jetzt geht es los mit der Digitalisierung. Und das mit einer Strategie, diesen Eindruck möchte das Gesundheitsministerium erzeugen. Sie hat dazu die gesamte deutsche Öffentlichkeit eingeladen. Ich glaube nicht, dass das eine gute Idee ist. Und dass es Ergebnisse zeitigt. Denn darauf käme es an. 

Eine ernst gemeinte Polemik   (mehr …)

WeiterlesenZu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie NICHT ihren Arzt oder Apotheker

Los geht anders. Eine Antwort auf Heribert Prantls Kommentar “Es geht: Los!”.

Die Diagnose ist richtig. Eine Demokratie, in  der nur noch 55% der BürgerInnnen zur Wahl gehen, ist müde. Sein Vorschlag, über neue, ausgewürfelte Bürgerinnen und Bürger mehr Engagement und Beteiligung zu erreichen, falsch. Indem er, wie auch andere Propagandisten, dafür plädiert, ihnen dabei Aufpasser, neudeutsch Moderatoren, zur Seite zu stellen, halte ich für falsch. Sie verstärkt einen falschen Trend, immer mehr Menschen an Entscheidungen zu beteiligen. Das verlängert nur den Zeitraum, Lösungen zu finden. Es verwässert Verantwortung. Es  überhöht die Bedeutung von Partizipation für funktionierende Entscheidungen.

Ich halte dagegen: Weniger Partizipation wagen! Dafür mehr mit Engagement und Herzblut geführte Debatten um Richtungen. Mehr klar erkennbare Positionen, freie Debatte, mehr Stammtisch, weniger Gremiengehocke. (mehr …)

WeiterlesenLos geht anders. Eine Antwort auf Heribert Prantls Kommentar “Es geht: Los!”.

Wie ich mir das Gesundheitspapier einer Fortschrittskoalition gewünscht hätte

Update: 10.06.2022. Der Post ist am 19.11.2021 geschrieben. Manchmal ist es gut, wenn man ältere Sachen liest. Und sich fragt: Hat sich etwas geändert? Ich finde, wenig: Wir haben einen Pandemie-, statt Gesundheitsminister, „evidence based“ bedeutet für ihn, ich lese meine Studien selbst. Und was ich daraus mache, entscheide ich auch selbst. Die einzigen Hoffnungen sind die Neubesetzungen des Ministeriums auf Abteilungsleiter-Ebene. Das macht Mut. Aber nur, wenn sie auch die Beinfreiheit für nachhaltige, mittelfristige Weichenstellungen in Sachen #Digitalisierung und #Regionalisierung erhalten. Wir werden sehen. 

Und aus den Regierungsfraktionen? Eine gemeinsame, und gemeinsam mutige Linie ist nicht zu erkennen. Schade eigentlich. Aber: Noch sind über 3 Jahre Zeit. Das 17 Mrd. € Loch ist weiterhin offen. Wenn die Regierung Geldknappheit dazu nutzen würde, die Strukturen des Gesundheitswesen antifragiler zu machen, wäre das super. 

Erkennt jemand diese Bereitschaft zum Befreiungsschlag? 

Hier der Originalpost vom November 2021. (mehr …)

WeiterlesenWie ich mir das Gesundheitspapier einer Fortschrittskoalition gewünscht hätte

Die Zocker von der SPD

Das Berlin von heute ist das Berlin von gestern. Zu dem Schluss kommt man, wenn man sich die 5 vor 12 Entscheidung der Berliner SPD-Senatsführung vor Augen führt: Für 15.000 Wohnungen von Vonovia und Deutsche Wohnen wollen die SPD Senatoren die städtischen Wohnungsbaugesellschaften mit 2,4 Mrd. € bluten lassen. „Das sind zusammen deutlich mehr Ausgaben als das Land Berlin im Jahr 2004 für den Verkauf der landeseigenen GSW mit ihren rund 65.000 Wohnungen und Gewerbeeinheiten erhalten hat. Lediglich 405 Millionen Euro kassierte Berlin damals von einem Käufer-Konsortium, das zugleich die Schulden der GSW von rund 1,56 Milliarden Euro übernahm, womit das Geschäft ein Finanzvolumen von knapp zwei Milliarden Euro hatte. Die GSW gehört heute zur Deutsche Wohnen.“, schreibt dazu die Berliner Zeitung.

(mehr …)

WeiterlesenDie Zocker von der SPD

Söder ist die richtige Antwort auf Baerbock.

Dass ich für Söder und Baerbock als Spitzen bin, habe ich schon sichtbar gemacht. Die Inaugurationsrede von Annalena hat deutlich gemacht, dass es die richtige grüne Entscheidung war. Auf den Punkt, nicht nur das grüne Wohlfühlprogramm, sondern auch die Botschaft, dass sich Deutschland ändern muss. Und wenn die Welt sich alle sechs Monate ändert, Parteiprogramme nicht die richtige Antwort sein können. 

Bravo Annalena. Das ist Führung. 

Markus Söder wäre die richtige schwarze Antwort auf die Grünen. Im Sinne der Demokratie, im Sinne des Meinungsstreites. Laschet ist das merkelsche “Weiter so”. Er ist gestützt von den oberen Reihen der Funktionäre, die im Merkelschen Schlafmodus längst entschlafen sind.  (mehr …)

WeiterlesenSöder ist die richtige Antwort auf Baerbock.

Team Baerbock.

Was natürliche Autorität ist, das zeigen Robert Habeck und Annalena Baerbock gemeinsam. Was das richtige Verhältnis von Führung und Mitsprache ist, das auch. Man kann das nicht abstrakt formulieren, es…

WeiterlesenTeam Baerbock.

Gesundheit neu denken. Nein, besser, die Hürden wegräumen, damit die Macher sie neu machen können.

In e-Health-com, Ausgabe 5/20 habe ich skizziert, warum das heutige Denken über Gesundheitsversorgung nicht mehr funktioniert. In einer pluralen Gesellschaft gibt es keinen Plan für eine neue Gesundheitsversorgung, sondern man…

WeiterlesenGesundheit neu denken. Nein, besser, die Hürden wegräumen, damit die Macher sie neu machen können.

Global Digital Governance. Ein paar Thesen zur Debatte.

Multilateralismus oder Nationalismus, das ist hier die Frage!

  • Die Welt steht vor einer großen Herausforderung: Wer gewinnt: Die Nationalisten oder die Multilateralisten?
  • Multilateralismus orientiert sich am Ganzen, Nationalismus oder Regionalismus (Euurozentrismus) riecht nach Vorteilsnahme, Abschottung, letztlich nach Krieg
  • Im Zeitalter der Digitalisierung organisiert sich die Welt längst nicht mehr entlang regionaler Grenzen, sondern anhand von Ideen. Der Kampf um die Durchsetzung der Idee des freien Menschen wird zwischen Staaten, Unternehmen und NGOs ausgefochten.

Mal im Ernst: Glauben die Europäer wirklich, komplett aus eigenen Mitteln digitale Souveränität erlangen zu können?

(mehr …)

WeiterlesenGlobal Digital Governance. Ein paar Thesen zur Debatte.