Können Unternehmer einen Politiker kaufen? Yes, they can. But they there is no reason, why!

Es zeigt, wie albern heute die politische Öffentlichkeit bespielt wird. Kampagnenjournalisus ist ja schön, aber unter einen gewissem Level sollten sich Journalisten, auch wenn sie das kostenlos machen, nicht hergeben. Das Ministerpräsidenten-Payment ist so ein Fall: Peanuts. Oder glauben Sie, ein Ministerpräsident liese sich für 6000 € für seine Richtung bezahlen. Das Problem liegt anderswo. Und darüber sollten wir dringend diskutieren.

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Helden für morgen. Johannes B. Kerner

Wer hätte das gedacht? Johannes B. Kerner hat im Zeitmagazin 9/2010 ein Interview gegeben in Sachen JBK. Warum er zu SAT1 gewechselt ist. Und wie er sich wahrnimmt. Johannes B. Kerner ist für mich der zweite der Helden für morgen. (Frau Käßmann ist für mich die Nummer 1).

Eine Laudatio:

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Recht haben und Recht bekommen ist zweierlei. Warum die Regierung in diesem Zustand scheitern muss

An Westerwelle arbeiten sich jetzt ja alle ab. Ganz persönlich finden sie ihn eine Zumutung. Das, finde ich, ist doch ein bißchen geschmäcklerisch. Es geht nämlich um Politik. Und damit, falls diese Regierung jemals entscheidungsfähig ist, um Weichenstellung.

Eine andere Sache ist es, darüber nachzudenken, warum diese Regierung in diesem Zustand scheitern wird. Eine Panorama-Aufnahme.

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Fernsehen bildet. Zum Beispiel in Sachen Verantwortung und Moral

Ein eigentümlicher Tag gestern. Bloch hätte von der Ungleichzeitigkeit der Moderne gesprochen. Weil der Fernsehzuschauer gestern Zeuge davon werden konnte, wie sich eine Moralinstitution selbst erlegt. Und wie eine Person, die einer Moralinstitution vorstand, dieser Moral Geltung verschafft hat. Indem sie sich selbst zurück nimmt. Indem sie sichtbar macht, dass Verantwortung in erster Linie bedeutet, sich selbst Rechenschaft zu geben. Und der inneren Stimme zu folgen, was auch immer dabei heraus kommt. Vor diesem Hintergrund war der Abend beides: Der Untergang des römisch-katholischen Reiches. Und ein Wetterleuchten, was Verantwortung in unserer neuen, schnellen und unruhigen Welt bedeutet. Und welche Konsequenzen man und frau deshalb tragen können muss.

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Gottes Werk und Autors Beitrag. Helga Trüpels Kulturpolitischer Salon und die Digitale Agenda.

Ein bißchen symbolträchtige war sie schon, diese Veranstaltung. Der kulturpolitische Salon der grünen Europa-Abgeordneten Helga Trüpel diskutierte am 15.2.2010 in der Bell-Etage der Böll-Stiftung über Urheberrechte vor dem Hintergrund der digitalen Revolution. Symbolträchtig deshalb, weil die Diskussion, aus der Mauluwurfperspektive des Unrheberrechts geführt wurde, obwohl nur wenige Wochen vorher am gleichen Ort unter dem Titel “Gottes Werk und Googles Beitrag” ein ähnlich gelagerte Diskussion statfand. Springer Lobbyist Keese mühte sich dort vergeblich, die Worthülse Leistungsschutzrecht für Verlage zu rechtfertigen, obwohl die Hülse leer war. Anyway! Um zum Kulturpolitischen Salon zurück zu kommen: Des Autors Beitrag stand im Mittelpunkt der Diskussion. Gelungen war die Veranstaltung, weil, wie oft bei Grüns, Argumente ganz unaufgeregt ausgestauscht wurden. Und Helga Trüpel macht Mut, weil sie vormacht, dass Lernen auch für Politiker ganz einfach sein kann: Indem man Experten zuhört, Argumente austauscht und das eigene Konzept, die Kultur-Flat-Rate als Globallösung verwirft, wenn man zu dem Schluss kommt, dass es nicht das hält, was scharfe Überschriften versprechen (soviel zur Differenz zu den Blaugelben).

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Was geht. Und was nicht geht. Ein Lehrstück in Sachen Erfahrung

Ich bin ja ein durchaus begeisterter Zeitungsleser. Neben der wöchentlichen Zeit gehören Süddeutsche, FAZ und die Berliner Zeitung zu meinem täglichen Pogramm (ich weiss, die taz fehlt, und die Financial Times hat mir immer gut gefallen, aber zu viel ist zu viel). Und weil die Berliner Zeitung eine außergewöhnliche Zeitung mit einer außergewöhnlichen Geschichte ist, sei sie hier erzählt. Als Beispiel dafür, dass auch unwahrscheinliche Dinge funktionieren können.

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Was unten los ist. Und was darüber oben gedacht wird.

In der Wochenendbeilage der Berliner Zeitung vom 13.2. hat Tanja Leston einen bemerkenswerten Artikel geschrieben. Wie Anno 2010 eine nicht ausgebildete Hilfslehrer(in) an einer Schule in Berlin Wedding als Lehrkraft eingesetzt worden ist. Und was ihr dabei auffiel.

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Guck nach unten, Frau!

Guck nach unten, Frau!
Tanja Leston unterrichtete sechs Monate als Aushilfe an einer Weddinger Gesamtschule. Qualifiziert war sie dafür nicht. Ein Überlebensbericht

Berliner Zeitung, 13.2.2010

Es war ein kalter Januartag, als ich mich an einer Gesamtschule in Berlin-Wedding als Aushilfslehrerin vorstellte. Eine Freundin hatte mir erzählt, dass viele Schulen händeringend Lehrer suchen. Man müsste nicht einmal Pädagogik studiert haben, sagte sie mir.

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Warum man den Liberalismus vor der FDP und Bernd Ulrich schützen muss. Eine Entgegnung.

Bernd Ulrich hat in der Zeit 7/2010, S. 4 zur geistig-politischen Leere der FDP geschrieben und gleichzeitig das Ende des Liberalismus postuliert. Seine These ist im Wesentlichen, dass der Liberalismus deshalb am Ende ist, weil drei Entwicklungen (Internet, Klimakatastrophe und Finanzmarkt) nicht weniger, sondern mehr Staat brauchen. Er hat sich zurecht darüber lustig gemacht, dass die FDP mit einer Verschärfung populistisch-liberaler Thesen noch mehr daneben liegt als sie müsste. Und er hat ein einem Schlenker angemerkt, dass die Grünen als Ökologisten ähnlich doktrinär wären wie die FDP.

Als Alternative empfiehlt Ulrich das “suchende System” CDU. Wobei man jetzt schon die Frage stellen kann, wodurch eigentlich sich ein Suchsystem in der Öffentlichkeit so darstellt. Lieber Bernd Ulrich, mag sein, dass, wenn alle in unterschiedliche Richtungen laufen, sie etwas suchen. Aber ein Suchsystem ist das noch lange nicht. Ein Versuch, liberale Gedanken vor der FPD und Bernd Ulrich zu retten.

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Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende

Und noch eine gescheitert. Die schwarz-grüne Regierung in Hamburg ist nicht die erste und wird nicht die letzte Regierung sein, die an der Bildungsfrage scheitert. Aber wenn sie daraus schnell Konsequenzen zieht, könnte sie die erste Regierung sein, die angemessene Learnings aus der Unregierbarkeit zieht. Ein Schlachtenpanorama mit Schlussfolgerungen.

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Mehr Elite statt Burka. Frankreich testet eine neue Integrationspolitik

FAZ 20100208

Mehr Elite statt Burka. Frankreich testet eine neue Integrationspolitik

Wer einmal auf dem Hochplateau zu Gast war, auf dem die französische Elitehochschule „École Polytechnique“ ihr Quartier bezogen hat, der kann Pierre Tapie vielleicht ein bisschen besser verstehen. Der Vorsitzende der Konferenz der „Grandes Écoles“ hatte vor kurzem die Pläne der Regierung kritisiert, denen zufolge die Eliteschulen künftig verpflichtet sein sollen, etwa ein Drittel ihrer Studenten nicht mehr einzig nach dem Leistungsprinzip auszuwählen, sondern verstärkt junge Franzosen aus sozial schwachen Familien und solchen mit Einwanderungshintergrund aufzunehmen. Dies, so prophezeite Tapie, werde an den Eliteschulen zwangsläufig zu einer Korrektur des Niveaus nach unten führen. In dem Sturm der Entrüstung, den Tapie damit auslöste, war vor allem von sozialem Dünkel und von Verantwortungslosigkeit die Rede.

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