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Archiv für September, 2013

Die affektive Politikdimension

Den Habermas’schen Diskursgedanke habe ich schon immer als weltfremd betrachtet. Ulrich Beck hatte ich noch nie als so konsensorientiert begriffen, eher als jemand, der die Welt unvoreingenommen betrachtet. Gut gefällt mir derzeit Chantal Mouffe, Über das Politische. Wider die kosmopolitische Illusion, 2007, weil sie die Idee der Emotionalität in die Politik zurück bringt. es geht […]

Der Landesausschuss hat gezeigt: Noch treten die Grünen auf der Stelle, fast pupertär klammert sich Trittin am Begriff des Linksseins fest. Ähnlich der neue grünlinke Abgeordnete Chris Kühn. Er will, schreibt er auf Facebook, Politik nicht für die Mitte, sondern für die ganze Gesellschaft machen. Aber wer Politik nicht an der Reinheit und Schönheit, ihrer […]

Die Deutschen haben einen Wohlfühlwahlkampf über sich ergehen lassen und sich zu Mutti geflüchtet. Das hatte sehr viel mit gesundem Menschenverstand und wenig mit Politik zu tun. Jetzt, nach diesem Angela Merkel Pyrrussieg, zieren sich die sogenannten Linksparteien, mit der halblinken Volkspartei CDU über Bündnisoptionen zu reden. Wie albern! Eine Schlachtfeldanalyse.

Ohne weitere Kommentare, aus dem Handelsblatt: Politische Querköpfe unter sich Bei einer Bankentagung nutzt Oskar Lafontaine das politische Vakuum, das die Kanzlerin derzeit bietet – und offenbart seine Freundschaft zu einem CSU-Rivalen. Oliver Stock | Mittwoch, 25. September 2013, 20:00 Uhr Die Kanzlerin mag eine starke Partei im Rücken haben, eine Mehrheit im neuen Bundestag […]

Day after Gedanken, grün

Ich habe mir gestern mal einen politischen Fernsehabend gegeben, weil ich den ganzen Tag unterwegs war. Nachberichterstattung im ARD, Nachrichten, Brennpunkt, Plassberg (Altmaier, Höhn, die Schriftstellerin Zeh, Spreng, Lauterbach, Goudevert). Und später noch Phoenix, Augstein gegen den Handelsblatt Tichy. Wahlverlierer, die ihre Lektionen noch nicht gelernt haben.

Eine erste Analyse: Die Nüchternheit und Uneitelkeit der Kanzlerin ist noch immer ein starkes Pfund. Vertrauen wächst manchmal halt langsam. Bei Rotgrün hat das Gesamtpackage nicht gestimmt. Der Kandidat passte nicht zum Programm, die Programme waren völlig überzogen, völlig überhebliche Grüne. Das alles machte den Menschen Angst, weil es signalisierte: Wir, die Politiker, machen alles […]

Beim ersten Mal hat Rotgrün ihr die Bühne für langjährige Untätigkeit bereitet. Jetzt kann sie sich im Erfolg der harten rotgrünen Entscheidungen sonnen! Weil der Reformstreiter Steinbrück und seine Kollegin Göring Eckardt und die neue soziale Erzählung (Agenda leugnen) einfach nicht gut zusammenpassen. Schade eigentlich, dass es keine Agenda nach vorne gibt, die Freiheit, Wettbewerbsfähigkeit, […]

Noch zwei Tage SchWach, Empfang der Deutschen Umweltstiftung. Reden, reden, reden. Keiner weiss, was er wählen will, andere haben schon mit Bauchschmerzen gewählt. Nie war soviel Verdruss wie heute. Wohlgemerkt, nicht über die Situation des Landes, sondern über die Unfassbarkeit der Politik. Ich teste dann immer meine These, dass Schelsky vor dreissig Jahren recht hatte […]

Wenn Rotgrün am Wochenende die Wahl verliert, ist das linke Lager Opfer der von ihr wieder selbst aufgerichteten alten Kulissen. Wir erinnern uns: Rotgrün hat mit schmerzhaften Einschnitten die Wettbewerbsfähigkeit des Landes wieder mit hergestellt, will aber im Grunde alles rückgängig machen, schwarzgelb hat nichts für die Wettbewerbsfähigkeit getan, vier Jahre nur gehockt, und kann […]

Ich teile zwar nicht die Meinung von Matthias Horx, dass es an dem Thema Soziale Gerechtigkeit liegt, wohl aber daran, dass die Parteien, und zwar alle Bundestagsparteien (mit Ausnahme der FDP, aber die hat ihre Glaubwürdigkeit über vier Jahre täglich verloren) zu, ja, man muss das sagen, feige sind, um ein zukunftsgerichtetes Bild zu entwickeln. […]

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