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Archiv für April, 2014

Auf der einen Seite ein Bundespräsident, der aus deutscher Sicht deutlich agiert hat. Auch wenn Spiegel online rumgenölt hat. Auf der anderen Seite ein Erdogan, der gleich zurückkeilt. Wie sieht das eigentlich von außen aus?

Jürgen Habermas hat in den jüngsten Frankfurter Heften eine aktuelle und pointierte Stellungnahme zum (bedauernswerten) Zustand Europas abgegeben. Sie Hauptvorwurf: Wegduckend hat sich Angela Merkel und Deutschland hegemoniale Vorherrschaft erschlichen. Das Interview ist eine der pointiertesten Stellungnahmen aus dem intellektuellen Olymp. Trotzdem springt Habermas zu kurz. Er referiert noch immer auf ein europäisches Gesellschaftsmodell des […]

Es ist eine schöne und scheinbar unscheinbare Geschichte. Denn der Mann schien erledigt. Es lohnt sich, Christian Wulff, den ehemaligen Bundespräsidenten, weiter zu beobachten. Er wird zurück kommen. Warum das so ist. Und warum das Bild, das sich die deutschen Medien und die Mainstream Öffentlichkeit ein falsches Bild von ihm macht.

Irgendetwas fühlt sich anders an in der politischen Großwetterlage. Eine Stimmungsaufnahme, um nachzuspüren, was es ist. Blicken wir zurück auf die großen Ereignisse: Das Ende des Ost West Konfliktes, 9/11. Und jetzt? Globale Ratlosigkeit. Und Rastlosigkeit

Diesmal die Schiffsindustrie. die Geister, die die Politik ruft, wird sie nicht mehr los. Aus dem Handelsblatt vom 22.4.2014

Gesellschaftliche Veränderungen, so Winfried Kretschmann, finden im Spannungsfeld von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft statt. Im Umkehrschluss: Um bei realen gesellschaftlichen Themen substanzielle Veränderungen zu erreichen, braucht es ein Bündnis von Unternehmen, Staat und Zivilgesellschaft (in diesem Falle einer mutigen Journalistin). Wer sich umhört in logististisch orientierten Internetunternehmen, der weiss, dass Mitarbeiter dort einfach nur Rädchen […]

Mal ganz abgesehen davon, dass das Interview mit Martin Schulz irgendwie einen Kasernenton hat, was nicht für die Offenheit der Frager steht. Die Antworten, die Schulz in Sachen Frankreich gibt, zeigen das Dilemma der Politik. Niemand, der für ein Amt kandidiert, darf ein Land kritisieren, an dem eine Regierung seiner Farbe dran ist, weil er […]

Was treibt ein Kulturstaatssekretär? Er ist der Hüter der öffentlichen Gelder für die öffentlich rechtlichen Institutionen. Bisher. Ein Kulturstaatssekretär ist also der Feingeist im Buddelkasten der Berliner Politik, der aufpasst, dass der Sand im Kasten bleibt.

Das scheint ein Phänomen: Die SPD siegt sich zu Tode. Der großen Koalition hat sie ihren Stempel aufgedrückt. Sie hat MInister, die präsent sind und medial dominieren. Sie sind, im Gegensatz zum vergangenen Koalitionspartner nicht peinlich. Trotzdem steigen die Umfragewerte nicht. Ein Erklärungsversuch.

Von Berlin lernen …..

heißt verlieren lernen, so könnte man das Kreuzberger Flüchtlingsdrama bilanzieren. Was die FAS heute tut. Kernbotschaft: Die Berliner Politik steht, die Linke ist dabei nicht erwähnt, wie eine Ansammlung von Deppen da. Niemand ist es gewesen: Die grüne Bezirksbürgermeisterin und ihr Vorgänger hat das Flüchtlingscamp lange als Schauwunde in der heilen deutschen Demokratiewelt offenhalten wollen, […]

Wenn Regierungen kein gemeinsames Projekt, kein Ziel haben, wenn sie wegen Krise nicht wirklich gefordert sind, dann verfolgen die freien Radialen aus ihrem Planetensystem ein Projekt: Belastungsprüfung. Schon deswegen lohnt es sich, einer Regierung ein gemeinsames Ziel zu geben und ihre Teile damit unter Druck zu halten.

Soziologisch kann man sagen: Alles ist gut! Das europäische Parlament hat beschlossen, dass die Pharmaindustrie künftig alle Studien offenlegen muss. Das klingt erst mal toll. Und, ja, ist ein politischer Reflex auf die jahrelange Praxis von Pharmaunternehmen, an teuren Urlaubsorten Nähe zu den Ärzten herzustellen. Die Quittung kommt langsam, aber gewaltig.

Konsumverzicht war der Titel der vorletzten Spiegelausgabe (14/2014). Und alle kamen zu Wort. Nico Paech, Harald Welzer und Ralph Fücks. Neu für mich war Robert Pfaller, „Wo für es sich zu leben lohnt“. Ein Viergestirn der Wachstumskritik also, neben den Autoren und Selbstversuchsbeschreibern, die mal wissen wollten, wie das ist, wenn man nichts mehr hat. […]

Die meisten von uns denken ja, sie wissen, wie Demokratie funktioniert. Aber wenn man genauer hinsieht, ist es dann doch ganz anders. Eine Tour durch den Westen.

Wie geht eigentlich Regieren, wenn ständig an irgendeiner Ecke irgendjemand Betroffenheit reklamiert und sich daran macht, eine Kampagne zu starten? Man kann die aufkeimende Empörung nicht einfach beiseite wischen. Man muss sie aber auch nicht sofort zum Zentrum der eigenen Politik machen. Man sollte es also als ein Rahmenelement der eigenen Politik verstehen.

Es war ein ganz besinnlicher Abend, gestern in der Böllstiftung. Viel Nachdenklichkeit und Tasten im Bühnenprogramm. Grosse Erkenntnisse waren nicht zu erwarten. Eher geht es darum, dass sich die Zuhörer, jeder selber, sortiert. Soweit zur Bühne. Mein „maior finding“ war etwas anderes. Es war ein rastalockiger junger Grüner, der mit der Betroffenenmimik und -gestik formulierte, […]

Die echte, nicht die auf der politischen Bühne, bei der nur über Willkommenskultur geredet wird. Letztere ist auch wichtig, aber für das Zusammenwachsen des Bio- mit dem echten Deutschland ist es vordringlich, die Menschen wahrzunehmen, die einem gegenüberstehen. Plötzlich stellt man fest: Menschen mit Migrationsgeschichte haben sehr viel unterschiedlichere Lebensentwürfe als biodeutsche. Respekt würde erst […]

Es bleibt ein Verdienst des Handelsblatts, den Balken im Auge der Freiheit zu erkennen. Die große demokratische Nation, USA, ist in Wirklichkeit eine Oligarchie. Nur dass die Gesamtaufstellung des oligarchischen Systems so konzipiert ist, dass kein Zwang notwendig ist, um Zustimmung zu erzeugen, sondern die dominierende Ideologie das von selbst erzeugt: Vom Tellerwäscher zum Millionär, […]

Als überzeugter Marktwirtschaftler denkt man: Mittelstandsorientierung ist der richtige Weg. Wenn die Rahmenbedingungen transparent sind, haben alle dieselben Wettbewerbsbedingungen und das beste Unternehmen gewinnt. Wie ist das aber nun in Marktsituationen, in denen Technologiesprünge möglich wären, aber mit einem Verlust von Markteinfluss verbunden wäre? Das im Handelsblatt beschriebene Beispiel Industrie 4.0 beschreibt die Marktlage. Maschinenbauunternehmen […]

1) Nicht eine Geschichte ist die grüne, sondern jede beleuchtet einen wichtigen Punkt 2) Weil unser (westliches) Denken auf Ursache-Wirkungs-Denken aufgebaut ist, sind unsere Denkmodelle schlichter als die Wirklichkeit. 3) Weil es nicht auf das schönere Denkmodell ankommt, sondern darauf, welche Geschichte bei den Zuhörern den Impuls auslöst, mitmachen zu wollen, kommt es nicht auf […]

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