Dann reden wir doch mal über die grüne Erzählung

Vorbemerkung

„Die Alte oder die Neue?“
„Na ja, beides, ohne die alte kann man die neue nicht verstehen. Und auf der anderen Seite hilft es sicher auch nicht, einfach zu sagen, wir müssen zur alten Erzählung zurückkommen. Viele tun das übrigens. Sie reden dann vom Markenkern. Und übersehen, dass Markenkern für viel Menschen etwas künstliches ist, ein aus der Warenwelt künstlich erzeugter Eindruck. Das wollen die Menschen nicht, wenn sie über Politik reden. Sie wollen Menschen, die sie überzeugen, denen sie vertrauen können. Die sie mitnehmen oder machen lassen können.“

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Es gibt Dinge, die können wir uns nicht vorstellen. Aber sie funktionieren. Zum Beispiel die Welt.

Bleiben wir beim Thema (Wer soll das alles ändern): Wir sehen nur, was wir wissen. Wir befinden uns in einer vielschichtigen Umbruchsituation. Unsere politische Ordnung hat erhebliche Löcher, der Nationalstaat schon längst keine Grenzen mehr, die Rahmensetzung ohne Nebenfolgen zulässt, die Digitalisierung der Welt schmeißt haufenweise Geschäftsmodelle und Existenzen über den Haufen. Die Globalisierung führt zur Entwertung von Arbeitskraft in den etablierten Ländern, immer mehr auch in akademischen Berufen, weil junge Menschen aus anderen, größeren und dynamischen Ländern billiger und ebenso qualifiziert sind. Wir können also jede Entwicklung anhand der Bedeutungsverluste der alten Welt beschreiben. Aber beschreibt sie dann auch die Welt so, wie sie ist?
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The great transformation? Anmerkungen nach einer Diskussion von Machtwirtschaftler Gerhard Schick mit Gesine Schwan und Hugo Müller-Vogg im Dussmann Kulturforum.

Ob die große Transformation jetzt stattfindet, und wie, und warum, weiß man noch nicht. Trotzdem war es eine ganz interessante, von Mariam Lau zurückhaltende Diskussion.

Gerhard Schick kann seine Thesen gut zusammenfassen. Sie lauten:

1) die Finanzmärkte sind uns in Größe, Komplexität und Geschwindigkeit über den Kopf gewachsen. Und aus Angst, dass etwas schieflaufen kann, agiert die Politik um kleinstem Niveau.

2) Eine neue Form der Netzwerkanalyse hat gezeigt, die 147 größten Unternehmen sind über Kapital- und personelle Netzwerke eng verflochten, sie kontrollieren 40 Prozent der Weltwirtschaft.

3) Die Machtbalance zwischen Unternehmen und Kunden ist aus dem Ruder gelaufen, deswegen kommen Kundeninteressen zu kurz.

4) Der Staat, auch das ganz sympathisch, ist Teil des Problems, nicht die Lösung. Die SWAPs, die Landesbanken, es gibt eine Reihe guter Gründe, im Staat nicht die Rettung zu sehen. Zu oft, führt er aus, gibt es einen engen Schulterschluss zwischen den Interessen von Großunternehmen und der Politik. Das Problem ist als Lobbyismus landläufig bekannt, wenngleich etwas zu schematisch beschrieben: Es geht nicht um den Kontakt und Austausch zwischen Unternehmen und Wirtschaft, es geht darum, dass Großunternehmen, politisch gut aufgestellt, die politischen Lösungen schon präsentieren können, wenn die Probleme aufpoppen, die sie selbst mit verursacht haben.

Soweit können wohl die allermeisten zustimmen.

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