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Archiv für November, 2014

und sorry fürs Copyright. Und: Es ist kein Antiamerikanismus, sondern die Wiederbesinnung der Demokraten auf ihre Werte. Der Autor, Stephan Richter, ist Chefredakteur von „The Globalist“. FREITAG, 28. NOVEMBER 2014 FEUILLETON Amerika, du hast es schlechter Weltmacht? Dieses Land kann so nicht mehr funktionieren. Dafür gibt es Gründe. Die Liste ist lang. Von Stephan Richter

Paul Nolte hat im Cicero 11/2014 diagnostiziert, die hegemoniale Zeit der Grünen ginge zu Ende. Er könnte Recht bekommen, wenn die Grünen die Zeichen der Zeit nicht sehen. Und wenn sie die Botschaften, die ihnen ihre Wähler und Unterstützer bei der letzten Bundestagswahl mitgeben haben, nicht richtig deuten.

EIN PAAR ANREGUNGEN, DIE POLITIK UND IHRE KOMMUNIKATION NEU ZU ARRANGIEREN. “Durch diese hohle Gasse wird er kommen” (Friedrich Schiller: Wilhelm Tell). Die Bewegungsspielräume der Politik werden immer enger. Der Lärm und Zorn derer, die an der Seite stehen und ihnen dabei zusehen, wird immer lauter. Und trotzdem findet das alles in einem Nebental statt. […]

Energiewende 4.0

Chatham House Rules gelten ja nicht, wenn einem nach einer Veranstaltung neue Ideen kommen. So wie mir nach dem Energie- und Wirtschaftspolitischen Club der EnBW, der diesmal zum Thema Innovation bei Startupbootcamp in der Berliner Charlottenstrasse 2 stattfand. Zum Einen: Respekt! Die EnBW hat eine Innovationsstrategie. Und der Chefinnovator, Ulli Huener, traut sich aus aussprechen, […]

Der Ex-Oberpirat Christopher Lauer und Sascha Lobo haben heute bei www.sobooks.de ein Buch veröffentlicht über Aufstieg und Untergang der Piraten. Darin geht es auch um Schwarmintelligenz. Die Piraten haben immer drüber geredet. Die Grünen verfügen über dieselbe. Das ist der Unterschied.

Grün nach Hamburg. Rück- und Ausblick

Was hat der Hamburger Parteitag gebracht? Die Grünen haben sich ein Stück weiter auf Konsolidierungskurs begeben. Der zuvor innerparteilich hochumstrittene Asylkompromiss Winfried Kretschmanns wurde mit großer Mehrheit bestätigt. Mit dem Thema Ernährung und Landwirtschaft haben sie ein wichtiges und einigendes Thema auf die Agenda gesetzt. Und die Frage, ob Waffenlieferungen an die Kurden von Grünen […]

Zwei Dinge werden einem an Parteitagen schnell klar. Erstens: Parteien sind Bremser. Weil sich eine über ziemlich lange Zeit zusammengehörende Masse von Menschen mit nur langsam variierenden Argumenten über Jahre oder gar Jahrzehnte beharkt. Und zweitens: Parteitage sind intellektuell meist niedrigschwellige Ereignisse, bei denen Sitzfleisch und Networking gefragt sind. Warum Abstimmungsprozesse, Versammlungskultur, dunkle Hallen und […]

Wie kann das Gesundheitssystem besser werden? Anmerkungen zum Konzept von Prof. Mathias Kifmann und Prof. Nell, hche, Uni Hamburg. Die Luft ist etwas raus im der Frage Systemwettbewerb PKV/GKV. Die Bundestagswahl hat gezeigt: Auch wenn die politische Öffentlichkeit gnz elektrisiert war von der Idee Bürgerversicherung, die Wählerinnen und Wähler waren es nicht, zu komplex ist […]

Respekt, Herr Ackermann!

Warum sich auch Politik und Medien einer differenzierten Meinung über Topmanager bilden sollten. Auch bei den Spitzenverdienern in der Wirtschaft gibt es solche und solche. Der eine solche, der selbstverliebte Herr Middelhoff, kann sich jetzt in Ruhe neu erfinden. Der andere, Ackermann, bleibt in der Unruhe. Der Mann, der mit allen Vor- und Nachteilen die […]

Es gibt mehr als die übliche Entweder-Oder-Logik. Man muss es nur machen! STIFTUNG WARENTEST Ritter Sport will keinen Schadenersatz BER­LIN Der Scho­ko­her­stel­ler Rit­ter Sport ver­zich­tet auf Scha­den­er­satz­for­de­run­gen ge­gen die Stif­tung Wa­ren­test. „Wir wer­den nicht ge­gen die Stif­tung Wa­ren­test kla­gen“, sag­te ein Spre­cher dem Ta­ges­spie­gel. Rit­ter Sport hat­te im Sep­tem­ber vor Ge­richt im Streit ge­gen die […]

Was ist Vertrauen? Ich definiere es mal aus dem Bauch. Vertrauen ist, systemtheoretisch, Komplexitätsreduktion. Es basiert, konzeptionell, auf einer Geschichte (was hat Vertrauen gebildet) und wirkt spektulativ in die Zukunft (wen nutze ich als meine intellektuelle oder materielle oder sonst wie Ressource). Einige Spekulationen dazu.

Das PR Handwerk jedenfalls muss man Putin nicht lehren. Ein Exklusivinterview in der ARD, wann gab es das schon? Sicher, ein Propagandaschachzug. Und klar auch: Was Putin sagt, ist eines. Was er tut, etwas anderes. Aber dennoch eine kleine Bilanz des Russischen Medienfeldzugs. Und ein besorgter Blick auf die Abwehrstellungen des Westens.

Das fällt mir jetzt schon manigfach auf: Wer das Gesundheitssystem ändern will, muss sein Verhältnis zur Rechtslegung diskutieren. Einige Beobachtungen.

25 Jahre nach dem Mauerfall. Was im Krankenhauswesen bewegt und bewegen wird, lautet der möglicherweise selbstironische Titel des 52. Krankenhausseminars. Wer die Selbstironie nicht versteht: Nirgends sind die institutionellen und regulatorischen Mauern so hoch wie im deutschen Gesundheitswesen. Insofern war es wirklich mutig, den Mauerschleifer Nr. 1, Eugen Münch, einzuladen, um seine Vision des Krankenhauswesens […]

Darum geht es: Die Welt ändert sich, aber wir denken noch in den Figuren und Modellen von gestern. Besonders die Politik, die das Gemeinsame bewahren soll, hat damit ein Problem. Sie läuft damit den Tatsachen hinterher. Warum unser westliches Denken nicht mehr funktioniert. Ein paar Gedankensplitter.

Wie viel Reformkraft steckt im Versorgungsstärkungsgesetz? Der BMC hat gerufen. Und viele sind gekommen, um an einer informativen Veranstaltung teilzunehmen. Gut: Die Offenheit des Ministeriums, den Referentenentwurf in einer Diskussion zu erläutern. BMG-Vertreter Orlowski betonte denn auch, dass die Einwände durchaus noch Gehör finden würden.

Das größte Missverständnis, das unserer Gesellschaft in ihrer linksbürgerlichen Mitte unterlaufen könnte, ist, dass Demokratie und Politik gestalten kann. Sie kann korrigieren, Leitplanken einziehen, Konflikte reduzieren. Aber wirklich gestalten kann sie nur in Ausnahmefällen: Dann, wenn der Laden brummt. Da das schon seit längerem nicht mehr der Fall ist, gilt: Weniger Politik wagen. aber mehr Haltung wagen. Eine Schlachtfeldanalyse.

Haus der Kulturen der Welt, 7.11.2014, nebenan weisen die Ballons zum 25. Jahrestag des Mauerfalls den Weg. Im Haus der Kulturen der Welt diskutiert Thomas Piketty seine Thesen. Na ja, die sind nicht neu, die sind nicht schön, aber schön schrecklich: Der Kapitalismus hat die Reichen reicher und die Armen ärmer gemacht. Na super.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen. NRW, also die State Owned Westcasino will seine Picassos verkaufen, damit sich seine Casinos refinanzieren. Die sind nämlich so gut wie pleite. Vorhersehbar. Und deswegen kann man das Ganze auch so lesen: Es ist ein politisches Versagen!

Wahlkrampf nennt Moritz Koch den derzeitigen US-Wahlkampf im heutigen (3.11.2014) Handelsblatt: „Der US-Wahlkampf verdirbt den Wählern die Lust an der Demokratie. Die Politiker werden zu Nebenakteuren, die die Ängste der Menschen schüren.“, schreibt er weiter. Zwei Ursachen macht er aus: Die Polarisierung der beiden Parteien und der hemmungslose Geldfluss über getarnte Lobbygruppen. Beides richtig. Wenn […]