Nichtwählen ist nicht sexy. Sondern sozial höchst riskant. (WON01)

Ist es unpolitisch, darüber nachzudenken, ob man nicht wählt? Nach 56 Jahren habe ich erstmals das Gefühl. Gewundert hat mich dann, dass vielen meiner Freunden es ähnlich geht. Als ich mit anderen, Parteifreunden, darüber geredet habe, sagen die, „du hast ja Recht, aber darüber redet man nicht.“ Gradwanderung ist es schon, unsolidarisch, aber wenn es einen Sinn hat, dann doch, vor der Wahl darüber zu reden, dass man dieses Gefühl hat. Und dass es nicht der übliche Reflex auf „die Politiker“ ist. Und man versucht, dem nachzuspüren, warum das so ist. (mehr …)

WeiterlesenNichtwählen ist nicht sexy. Sondern sozial höchst riskant. (WON01)

Die Wessis sind die besseren Besserwessis!

Jens Bisky hat die Arroganz der Wessis auf einen guten Punkt gebracht. Warum haben wir heute eine Kanzlerin, die alle Westmachos in den Sack gesteckt hat? Weil sie sich alleine auf ihren Instinkt verlassen hat, anstatt Karrieren zu planen und sich schon in Siegerpose zu bringen. Beim Andenpakt hatte nur einer Ehrgeiz und ernsthafte Lust, dicke Bretter zu bohren, das war Roland Koch. Und es spricht für ihn, dass er jetzt in der Wirtschaft dicke Bretter bohrt. In unternehmerischer Verantwortung, nicht wie so viele, als Mietmaul. Warum kann man nicht unterschiedliche Kulturen, und die Kulturen der ehemaligen DDR sind auch solche, wahrnehmen in ihrer Andersartigkeit? Dieser Schuß, Herr Steinbrück, ging also wieder mal daneben.
(mehr …)

WeiterlesenDie Wessis sind die besseren Besserwessis!

Bürokratenquatsch. Wie der Europäische Rechnungshof teure Autobahnen in den Griff kriegen will

Echter Bürokratenquatsch. Eine Datenbank zu Autobahnpreisen soll diese künftig biliger machen. So stellt der Rechnungsprüfer sich das vor.

Ein Mensch mit gesundem Menschenverstand und Ausschreibungserfahrung denkt sich aber:

Ja, zu oft wird das billigste Angebot genommen. Und dann gibt es immer noch Querverbindungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer, manchmal, weil es gute Beziehungen und Leistungen gibt, manchmal, weil bestochen worden ist.

Jede Datenbank würde an den illegalen und den legalen Ausschreibungsmethoden nichts ändern. Weil keine Autobahn dieselbe ist, weil man, wenn man jemanden über den Tisch ziehen will, immer Hintertüren einbauen kann, die einem später erlauben, das Angebot aufzuschnüren.

Das Problem lässt sich nicht mit toten Instrumenten lösen, sondern nur mit lebendigen. Zum Beispiel, dass der Auftraggeber (im Extremfall) die zusätzlich anfallenden Kosten selber tragen muss. Oder Teile oder …..

Jedenfalls verkennen Rechnungshöfe die Dynamik der Verhandlungssituation und den „subjektiven Faktor“. So ist das, wenn man immer nur über Papier brütet und denkt, man wüsste dann, wie die Welt zu regulieren ist.

Beitrag im Handelsblatt:

(mehr …)

WeiterlesenBürokratenquatsch. Wie der Europäische Rechnungshof teure Autobahnen in den Griff kriegen will

Das neue Konzept von Angela Merkel. Totale Demobilisierung

ich bin kein Neoliberaler. Gesellschaft heißt, Zusammenhalt zu organisieren. Aber auch, die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft zu erhalten (und auszubauen). Die Formel für die richtige Politik lässt sich deshalb ganz schlicht zusammenfassen: Leistung und Zusammenhalt. Aber was die Parteien jetzt im Vorfeld der Bundestagswahl an Programmatik vorlegen, macht Nichtwählen zu einer wirklich politischen Alternative. Jetzt hat Angela Merkel, wie das Handelsblatt heute berichtet, nachgelegt. Das zeigt: CDU kann auch links und Staat.
(mehr …)

WeiterlesenDas neue Konzept von Angela Merkel. Totale Demobilisierung

Gemeinwohlinteressen. ganz privat. Das Schwarzmannstipendium

Die Oberheuschrecke Schwarzmann hat ein Stipendienprogramm aufgelegt. Ohne Zweifel hat dieses Programm etwas. Das könnte und sollte kein Politiker so auflegen. Aber wenn es jemand mit seinem eigenen Geld macht, ist es garade recht.

Das ist, was man in Deutschland zu wenig sieht: Was entsteht, wenn Menschen, die durch ihr Agieren große Reichtümer angehäuft haben, Menschen mit Boxerqualitäten, ihrer Überzeugung nachkommen. Die daraus entwickelten Strukturen haben eine andere Qualität, sind Antipoden zu dem, was öffentliche Haushalte machen können.

Deshalb sollte man so etwas einfach auch mal interessiert verfolgen.

Hier der Beitrag dazu. (mehr …)

WeiterlesenGemeinwohlinteressen. ganz privat. Das Schwarzmannstipendium

Euro-Rettung, Teil 324

Am 11. und 12. Juni entscheidet das Bundesverfassungsgericht auf Klage von Gauweiler und anderen über die Rahmenbedingungen der Eurorettung. Schon im Vorfeld laufen die Diskussionen warm, EZB gegen Bundesbank, die Debatte zwischen Dennis Snower und Lucke hat eine Qualität, wie ich sie in deutschen Medien schon lange nicht mehr gesehen habe.
(mehr …)

WeiterlesenEuro-Rettung, Teil 324

Die Sache Hoeneß. Und Wir.

Die Hoeneß Geschichte im Spiegel 18/2013 hat es in sich. Sehr zum Lesen empfohlen besonders für Grüne und andere Gutmenschen.

Warum? Es geht darum, die Widersprüchlichkeit des Menschen zu begreifen, Motive und Triebkräfte, Widersprüchlichkeiten, im Hintergrund mit der Frage, was eigentlich Gesellschaft treibt, wer dabei eigentlich welchen Anteil hat, welche Verdienste, welche Kollatoralschäden er dabei anrichtet. Und wie man auf den Trümmern der Geschichte etwas Neues aufbaut. Sicherheiten auf unsicherem Untergrund, Abgrenzungen zwischen Privatem und Öffentlichem. Was in unserer Gesellschaft nicht so einfach ist.
(mehr …)

WeiterlesenDie Sache Hoeneß. Und Wir.

Ja, Boris! Der Tübinger Oberbürgermeister bewahrt Realitätsbezug. Lassen ihn die Realos wieder im Regen stehen?

Die Grünen im moralischen Überschwang. Beim Lesen des Programmentwurfs schoss mir ein Gedanke durch den Kopf: Gut gemeint ist nicht gut gemacht. Man kann Gerechtigkeit wollen, wenn man sich aber als Regierungspartei beweisen will, sollte man sich auch klar werden, das das Konsequenzen hat. (mehr …)

WeiterlesenJa, Boris! Der Tübinger Oberbürgermeister bewahrt Realitätsbezug. Lassen ihn die Realos wieder im Regen stehen?

Das Apple Appstore Marktmodell. Geht das für Gesundheit?

Warum man nicht immer Institutionen braucht, damit sich besseres durchsetzt

Im politischen Bereich gibt es ja für alles Vertreter. Im Gesundheitswesen sprechen ja immer alle vom Patienten, um dessen Wohl es gehe. Dem Patienten selbst verbaut man aber jede Möglichkeit, selber seine Meinung zu sagen. Und sie dort zu sagen, wo sie zu Konsequenzen führen würde, zu Einkommenszuwächsen oder Verlusten.

(mehr …)

WeiterlesenDas Apple Appstore Marktmodell. Geht das für Gesundheit?

Empört Euch! Mal nicht mehr

Manchmal ist es ganz gut, alles erst mal aus der Sekundärperspektive zu beobachten. Zum Beispiel das scheinbare Skandalinterview mit Katja Riemann. Schon, wenn man den Zusammenschnitt betrachtet, wird einem klar, wie peinlich Katja Riemann das alles ist. Der Beitrag aus der Kinderzeit, die Nachfrage nach der jüngst gestorbenen Schauspielerin, das bringt sie alles aus der Fassung.

(mehr …)

WeiterlesenEmpört Euch! Mal nicht mehr

Aus die Maus. Der Anfang der „Alternative für Deutschland“ könnte auch das Ende der CDU Strategie der asymmetrischen Demobilisierung sein.

Jetzt hat sich Deutschlands konservatives Spektrum wehrhaft gezeigt. Mit der Alternative für Deutschland formiert sich erstmals rechts von der CDU ein Politisches Spektrum, das die Altparteien-Beschwörungsformel vom „Wer gegen den Euro ist, ist gegen Europa“ eine eigene Meinung entgegensetzt. Das ist gut so, denn Politik lebt von Alternativen. Und da fehlte bisher in Deutschland neben der rotgrünen „Gemeinschaft ist gut“ Ideologie und der CDU Position des Durchmerkelns, was heißt, erst hart reden, dann doch zustimmen, auch mal jemand, der den Sack aufmacht und sagt, Europa kann nur dann funktionieren, wenn jedes der Länder genügend Spielraum hat, sein Geschäftsmodell zu entwickeln und zu verbessern. Und eben nicht politisch verblendet glaubt, dass es nur darum geht, ein neues politisches Gemeinschaftsregime zu finden.

(mehr …)

WeiterlesenAus die Maus. Der Anfang der „Alternative für Deutschland“ könnte auch das Ende der CDU Strategie der asymmetrischen Demobilisierung sein.

Back to Blood. Warum Tom Wolfe’s neuestes Buch ein politisches Lehrbuch ist.

Lese gerade Tom Wolfe, Back to Blood, einerseits brüllend komisch, wie er mit der Sprache bastelt, mit Buchstaben Laute imitiert, mit Interpunktionen modelliert, Laune macht zu lesen. Und wie er auf der anderen Seite ein schonungsloses Bild unserer, der westlichen Gesellschaft zeichnet, in diesem Falle Florida.

(mehr …)

WeiterlesenBack to Blood. Warum Tom Wolfe’s neuestes Buch ein politisches Lehrbuch ist.

Die Guten und die Bösen. Empörung und Moral kommt an Grenzen

Interessante Artikel in der FAS über die Polizistenlobby. Und über die Sinti und Roma-Kulturen. Um nicht missverstanden zu werden. Die Polizeilobby hat meine starke Sympathie, weil in einer Zeit, in der Politik vor allem nett sein will, muss der Polizist alles das Ausbaden an Konflikten, das von Politikern in die Unsichtbarkeit gedrückt werden soll. Die 1. Mai Demo ebenso wie die Fußballkrawalle.
(mehr …)

WeiterlesenDie Guten und die Bösen. Empörung und Moral kommt an Grenzen

Ran an die Zocker!

Man sollte sich nicht mit dem Klischee zufrieden geben, in den USA kämen schamlose Zocker ungeschoren davon. Es ist nur so, dass das System anders funktioniert als das europäische.

Während Europa sich an gesetzlichen Regelungen versucht und dabei an den eigenen Widersprüchen und einer mangelnden Konfliktkultur scheitert, zieht die amerikanische Regierung in den Krieg gegen S&P. Amerikanische Politik ist anders. Während Europa den gesetzlichen Rahmen anders stricken will, setzt die USA auf Kampagnen und exemplarische Straffeldzüge.
(mehr …)

WeiterlesenRan an die Zocker!

Hund beißt Mann ist doch ne Nachricht. Spiegel online und schwarzgrün

Spiegel online ist ein gutes Beispiel, warum nicht überall, wo Journalismus drauf steht, Journalisten drin sind. Zum Beispiel großer Aufmacher http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruene-wollen-koalition-mit-spd-im-bundestagswahlprogramm-festschreiben-a-880337.html . Steht drin, dass die Grünen mit der SPD…

WeiterlesenHund beißt Mann ist doch ne Nachricht. Spiegel online und schwarzgrün