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Archiv für die 'Bildung' Kategorie

„Scheckbuch-Föderalismus. Durch die Finanzreform entmachten sich die Länder selbst“, titelt Martin Greive im Handelsblatt vom 2.6.2017. Und er hat Recht. Wie sich die föderalen Fürsten ihre Macht abkaufen lassen, um weiter Macht zu simulieren, lässt mich ehrlich erstaunen.  Deutschland ist stark, weil es dezentral ist. Soweit, so gut. 

Aber wenn man unterhaltsame Abende haben will, in denen man auch mal nachdenken kann, empfehle ich Rita (bei Netflix). Gut und unterhaltsam erzählt, zeigt es, was „political correctness“ anrichten kann: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Und an Konfliktfähigkeit mangelt es. Ansehen!

Man scheitert nicht an der Realität. Man scheitert an den Erwartungen, die man weckt; –Anmerkungen zum neuen sozialpolitischen Papier der grünen Realos.  Ein politisches Papier, das nicht den Rahmen beschreibt, in dem es sich bewegt, muss scheitern. Die Politiker aller Parteien sind es gewohnt, ihren Einflußbereich zu überspannen, zu überschätzen; – und somit durch die […]

Ziele und Visionen: Um eines mal klarzustellen: Ich bin für eine Regulierung der Rahmenbedingungen für Wirtschaft, das Internet. Was mir aber fehlt, ist eine nüchterne Debatte darüber, wie die Regulierung zu erfolgen hat, welche ökonomischen und politixchen Folgen sie hätte, auch, welche sozialen, gesellschaftlichen und ökonomischen Kosten diese Regulierung hätte und welcher Nutzen dem gegenüberstehen […]

Die Inklusionsdebatte ist eine schwierige. Ja, der Grundgedanke ist richtig, nicht alles, was normal ist, abzusondern. Im politischen Bereich wird die Debatte aber unter anderem Vorzeichen geführt. Zum einen wird dort immer noch darum gerungen, die Vorgaben bezüglich Krippenplätzen überhaupt zu erfüllen, zum anderen wird über die Inklusionsfrage natürlich auch die Ressourcenfrage verhandelt. Und da […]

Machen wir alles richtig? FAZ, MITTWOCH, 09. OKTOBER 2013 NATUR UND WISSENSCHAFT Was hat Großbritannien, was wir nicht haben? Die europäische Förderung von Spitzenforschung: Deutschland verliert, kleinere Länder gewinnen / Von Axel Meyer Gerade hat der European Research Council (ERC) zum sechsten Mal etwa 660 Millionen Euro in der Form von ERC „advanced grants“ an […]

Es gibt mehr als ein entweder – oder. Ich verstehe nicht, warum manche Debatten so niveaulos geführt werden, im Ja oder Nein-Stil, als ginge es darum, Nidda Rümmelin Recht zu geben oder nicht. Es geht doch darum, das Argument zu untersuchen. Und da kommen dann doch sofort neue Fragen auf Die Akademikerschwemme lässt sich in […]

Ganz nüchtern: Der Mann hat recht. Auch eine gut gemeinte Bildungspolitik, die auf Akademisierung setzt, kann gegenteilige Wirkung haben.

Sie werden in Scharen über ihn herfallen, die Bildungsstalinisten in bester Absicht. der Philosophieprofessor Nidda Rümmelin fordert Wertschätzung der Berufsausbildung anstatt alle in die Zwangsjacke des Studiums zu stecken. Wie man das beurteilt, kommt darauf auf, ob man nur auf internationale Bildungsstatistiken guckt, bei denen das Heil in der Studienquote liegt, oder man auch darauf […]

Bildungspolitik ist einer der größten Tummelplätze für Ideologen. Unter dem Deckmantel, mehr Chancengleichheit zu schaffen, wird mehr selektiert. Auch in der Hochschulpolitik werden billige Quoten vorgegeben. Nida-Rümelin wagt den nüchternen Blick. Gut so!

Es sind die unspektakulären Beiträge, die einen oft ins Grübeln bringen, wie der folgende. Da geht es um das Stichwort „Individuelle Förderung“, das bei allen Politikern hoch im Kurs steht. Die Aneignung dieser Begriffe, ohne die dafür notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, das ist die Folge wachsender Politisierung. Es entsteht politisch korrekter Neusprech, weil auf der […]

Oftmals sind es die Extremfälle, die auf die Funktionsbedingungen des Normalfalls verweisen. Der Beitrag der FAZ über die Universität von Vigo lässt sich auf vielfache Weise lesen: Über die Folge übermäßigen Mittelflusses in arme Regionen (und die damit zusammenhängende Blüte von Korruption), die Entstehung von Korruption, die Reichweite von Korruption, die auch parteiübergreifend sein kann […]

Eine OECD-Studie, so meldet die Süddeutsche in ihrer Ausgabe vom 26.6.2013, bilanziert. Deutschland hat nur 28% Akademiker, aber weniger Arbeitslose als die übrigen europäischen Länder mit zum Teil bis zu 40%% Akademiker. Zeit, sein eigenes Bild zu revidieren. Die Priesterherrschaft der Intellektuellen (Helmut Schelsky) wird entzaubert. Um es in ein extremes Bild zu bringen: Eine […]

Ulla Weidenfeld hat in ihrem Kommentar im Handelsblatt auf einen wichtigen Widerspruch hingewiesen: Das Abitur ist ein Schulabschluss, der einem die meisten Berufswege eröffnet, aber nicht das einzig lohnende Ziel. Ich lese gerade parallel wieder in Helmut Schelskys Klassiker, „Die Arbeit tun die anderen. Klassenkampf und die Priesterherrschaft der Intellektuellen“. Schelsky beschört-beschreibt die neue Klasse […]

Der Spiegel hat es in seiner 34. Ausgabe (über die Beliebheit der Politiker) bemerkt. Schlechter noch als die Politiker kommen in der Öffentlichen Wahrnehmung die Intellektuellen weg. In der gesellschaftlichen Debatte der Deutschen fehlen sie nämlich. Einer der wenigen Ausnahmen ist FAZ Herausgeber Frank Schirrmacher. Nach „Payback“, einem Buch, das einen wirklich inspirierenden Blick auf […]

Dahinter steckt immer (wieder) ein kluger Kopf. Heike Schmoll hat in der FAZ (28.8.2010, S. 2) mal das gemacht, was in Berlin nicht schwierig ist. Sie hat sich u.a. in den Bezirk Mitte begeben und drei engagierte Schulleiterinnen gefragt, was sie vom Bildungschip der Bundesministerin halten. Die Ergebnisse sind bezeichnend (Artikel auf Wunsch beim Autor). […]

Der Volksentscheid in Hamburg hat eines gezeigt: Eine strukturelle Veränderung der Schulwesens ist wieder einmal gescheitert. Wenn wir auf dem Boulevardniveau bleiben wollen, könnten wir sagen: Die Guggi-Fraktion hat gewonnen. Bloß blöde, wenn die Gucci-Trägerinnen, zumindest teilweise, durchaus dem grünen Wählerklientel entstammen. Einige Tiefenbohrungen, um das Scheitern zu verstehen. Und um daraus zu lernen.

Eigentlich sieht doch alles ganz gut aus. In Baden-Württemberg, entnehme ich der Zeitung, haben die Grünen die 20% Marke überschritten und eine rot-grüne Mehrheit ist möglich. In Berlin, so Berliner Zeitung vom 30.7., überholen die Grünen die amtsmüden Sozialdemokraten und biegen nun, die Kandidatur Renate Künasts erwartend, auf die Startgerade ein. Alles in Butter, oder […]

In der Wochenendbeilage der Berliner Zeitung vom 13.2. hat Tanja Leston einen bemerkenswerten Artikel geschrieben. Wie Anno 2010 eine nicht ausgebildete Hilfslehrer(in) an einer Schule in Berlin Wedding als Lehrkraft eingesetzt worden ist. Und was ihr dabei auffiel.

Und noch eine gescheitert. Die schwarz-grüne Regierung in Hamburg ist nicht die erste und wird nicht die letzte Regierung sein, die an der Bildungsfrage scheitert. Aber wenn sie daraus schnell Konsequenzen zieht, könnte sie die erste Regierung sein, die angemessene Learnings aus der Unregierbarkeit zieht. Ein Schlachtenpanorama mit Schlussfolgerungen.

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