Sklerose. Warum es in der Gesundheitswirtschaft keine disruptive Innovation geben kann.

Noch fünf Tage zum Hauptstadtkongress. Worunter leidet die Gesundheitswirtschaft. Eine disruptive Intervention.

Eines vorneweg: Politikberater haben es einfach. Klug reden und nichts verantworten müssen. Trotzdem. Warum eigentlich klagen in der Gesundheitswirtschaft alle. Und niemand packt an?
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Neue Lösungen. Was Politiker, insbesondere Gesundheitspolitiker lernen müssen.

Als gelernter Marxist hat man es einfach. Da war es der Umschlag von Quantität in Qualität. Aber auch Nichtmarxisten, also die meisten Politiker, können den Prozess erkennen, wenn sie denn wollen. Es geht darum, wie Märkte neue Lösungen entwickeln.

Der anhängende Beitrag umreisst das Problem. Wir alle, die mit Versandhandel nutzenden Frauen liiert sind (Neudeutsch: Zalando Junkies) haben uns über zwei Dinge gewundert: Wie die Briefträger das alles schaffen und warum, trotz Knechtschaftslöhnen und vormodernen Verhältnissen (Neudeutsch: Praktikantenökonomie), diese irre Retourquote betriebswirtschaftlich darstellbar ist.

Jetzt wissen wir: Offensichtlich ist es das nicht.

Was die Branche dazu treibt, ganz neue Lösungen zu entwickeln, z.B. elektronisches Maßnehmen….. Für Nichtmarxisten: Die massenhafte Rücksendung von Ware führt dazu, dass die Online-Branche überlegt, wie sie einen wesentlichen Faktor, nämlich, das „Sitzt nicht“ eleminieren kann.

Und schon ist die kreative Zerstörung am Werk.

Das ist übrigens ein Effekt, der in dem politisch übersteuerten Gesundheitssystem nie eintreten wird. Unternehmen können Effektivitätsreserven nicht für sich nutzen, der Fortschritt bleibt also, wie der Sozialdemokrat Grass ja richtig beobachtet hat, eine Schnecke.

Aber auch für den Grünen Staatssekretär Baake, der die schwarzrote Energiewende vorantreibt, haben wir einen Hinweis. Ja, er ist sicher der einzige in Deutschland, der diese Energiewende kompetent und abgezockt weiter führen kann.

Aber auch Baake ist nicht gefeit davor, mit politisch definierten Rahmenbedingungen, ich werfe mal den Begriff „Kapazitätsmärkte“ und „Ausschreibungsverfahren“, Ideen, die Kapitalismus 1.0 Gläubige ausstreuen, echte Märkte verhindern. Ein definierter Markt, so meine These, ist durch die politischen Rahmenbedingungen ein verriegelter Markt, in dem Sprunginnovationen und der Umschlag von Quantität in Qualität eventuell nicht mehr stattfinden.

Ist erst mal eine Hypothese zum Weiterdenken. Auch die Quotenmodelle, die ja von der jungdynamischen Ökonomengarde so verfochten wird, könnte darunter leiden. Aber das ist erst mal eine Spekulation, die empirischer Belege bedürfte. Schau’n wir mal!

Und hier der wunderbare Artikel der wunderbaren FAZ.

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Europäisches Machtwort. Ausgerechnet im Pharmabereich

Soziologisch kann man sagen: Alles ist gut! Das europäische Parlament hat beschlossen, dass die Pharmaindustrie künftig alle Studien offenlegen muss. Das klingt erst mal toll. Und, ja, ist ein politischer Reflex auf die jahrelange Praxis von Pharmaunternehmen, an teuren Urlaubsorten Nähe zu den Ärzten herzustellen. Die Quittung kommt langsam, aber gewaltig.

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Statt alternativlosem Weiter So. Eine Leitbilddebatte für das deutsche Gesundheitswesen

Die Apotheker machen es vor. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, um die neue Beweglichkeit einer Berufsgruppe zum Auslöser einer Erneuerung des deutschen Gesundheitswesens zu machen.

Warum eine Neuorientierung?

Wer die aktuelle Gesundheitspolitik beobachtet, stellt fest, dass sowohl ein FDP-Minister wie auch ein jetzt CDU geführtes Ministerium nur zu marginalen Verschiebungen der gesundheitspolitischen Agenda führen. Die Entkrampfungen beim AMNOG lösen nicht die Frage, wie neue wissenschaftliche Erkenntnisse künftig in neue Produkte münden, wie Pharmaforschung besser mit einer effektiveren und effizienteren Versorgung verzahnt werden können, um nur ein Beispiel zu nennen.

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Alle zahlen, niemand weiss, wofür. Grüsse vom deutschen Gesundheitswesen

Da hat einer einmal dem deutschen Gesundheitswesen den Spiegel vorgehalten. Vereinfacht gesagt, haben die Autoren des Premium Circle herausgefunden, dass die zahlreichen Regulierungen dazu führen, dass niemand mehr weiss, wozu das alles führt. Besonders beeindruckend, wenn man nachverfolgt, was von allen hochethischen Plänen der Gesundheitspolitik unten beim niedergelassenen Arzt ankommt. Der muss, um keine Abschläge im Einkommen hinnehmen zu müssen (was er wegen der Schwerfälligkeit des Systems erst Monate später weiss) möglichst eine Punktlandung bei den monatlichen Abrechnungen machen. Also die Tore zu, sobald sein Budget erschöpft ist.

Die dadurch entstehende Verknappung von Fachärzten will die Politik jetzt mit einem zentral organisierten Facharztzuweisungssystem lösen.

Warum erinnert uns das alles an die DDR-Bewirtschaftungsmethoden? Weil wir uns von dem Begriff des freien Berufs nicht blenden lassen.
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Wie wirklich ist die gesundheitspolitische Wirklichkeit?

Auf dem Papier ist alles ganz einfach. Und so geschah es. Das Gesundheitssystem, so schien es vielen von uns, ist dadurch geprägt, dass zu viele Lobbyinteressen zu viele für sie nutzenorientierte Bilder zeichnen und am Ende die Politik den Überblick verliert. Deshalb schien eine unabhängige, wissenschaftlich basierte Faktengrundlage für Entscheidungen der richtige Weg. Ein paar Fragen an die heute alternativlos herrschende Konstruktion.

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Gesundheit anders. Einladung, das Gesundheitswesen in einem anderen Bezugsrahmen zu denken.

Worum geht es?
Nie war unter deutschen Gesundheitspolitikern so viel Einigkeit wie heute. Sieht man von der Diskussion über die Bürgerversicherung ab, besteht parteiübergreifende Einigkeit über die Grundstruktur unseres Gesundheitswesens.
In Kurzform: Die Politik gibt den Rahmen vor, der GBA setzt diese Vorgaben um. Dabei bedient er sich unabhängigen Sachverstandes eigens geschaffener wissenschaftlicher Beratungsinstitutionen wie dem IQWIG oder dem jetzt neu einzurichtenden Qualitätsinstitut.
Es ist der Politik gelungen, die Kostenentwicklung in den Griff zu bekommen. Aus internationalen Vergleichen ist auch bekannt, dass das deutsche Gesundheitssystem für breite Bevölkerungsgruppen ganz ordentliche Leistungen bietet.

Der scheinbar alternativlose Kurs einer zentral gesteuerten und weitgehend einheitlich verfassten Gesundheitswirtschaft wird aber zu einem Risiko, wenn sich das Modell nicht an anderen Ideen und Konzepten messen muss.

Zudem zeichnet sich ab, dass das Gesundheitswesens
• die vor uns liegenden demographischen Herausforderungen nicht mit der notwendigen Flexibilität bewältigen kann,
• die Potential neuer wissenschaftlicher und technologischer Entwicklungen nicht zum Vorteil einer besseren Gesundheitsversorgung erschließt und
• den unterschiedlichen Vorstellungen, Wünschen und Erwartungen der Versicherten und Patienten nicht hinreichend gerecht wird.
Es geht nicht darum, die Erfolge und guten Absichten aller Beteiligten in Abrede stellen.

Aber erst, wenn andere Konzepte und Ideen zur Debatte stehen, werden Vor- und Nachteile unterschiedlicher Governance-Strukturen für das Gesundheitssystem erkennbar und diskutiertbar und damit entscheidbar werden.
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Warum diese Große Koalition ganz viel von China lernen könnte.

LInks oder Rechts, Markt oder Plan, hat Merkel die CDU sozialdemokratisiert oder ist die SPD längst die Partei der Genossen der Bosse geworden? Die politische Debatte in Deutschland bewegt sich auf einem unterirdisch magerem Niveau, Parteien sind längst selbstreferenziell geworden, gefangen im Stickmuster des „Wir kennen die Lösung“.

Das kann schon deswegen nicht sein, weil niemand heute die Lösungen von morgen kennen kann.

Spot an, auf Deutschland: Da kämpft ein SPD-Vorsitzender Gabriel einen harten Kampf gegen eine Partei, die mit sich im Reinen sein will. Gabriel kämpft für Realitätsbezug, Nüchternheit, die Politik solle ihre Rolle erfüllen. Gut so, auch wenn man inhaltsanalytisch sagen müsste, er taumelt ganz schön durch den Ring.

Die CDU befindet sich, gemeinsam mit den Sozialdemokraten, auf politisch dominiertem „Weiter so“-Kurs. Der Staat soll es richten, gemeinsam mit der Sozialdemokratie gibt die CDU die Nachhut der Politik. Der Wirtschaftsflügel schaut zu, die FDP hat Auszeit. Die Grünen schweigen so vor sich hin.

„Die Wirtschaft“ mäandert auch so vor sich hin. Sie weiss einfach nicht mehr, was sie wahrnehmen und denken soll. Morgen veröffentlicht KovarHuss sein Papier „Smart Lobbying“, ein leidenschaftlicher Appell an Unternehmen, endlich ihre Rolle im Meinungskampf einzunehmen. Zukunft braucht Mut, Kraft auf Neues und auch den Mut, zu scheitern.

Zunehmend beschleicht mich das Gefühl, die Entweder-oder-Fronten im gesellschaftlichen Meinungskampf sind obsolet. Markt oder Staat? Angesichts einer Regierung, die jetzt Stromkonzerne retten wird, weil nordrheinwestfälische Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen, eine überflüssige Frage. Im Gesundheitssektor schwingt sich die Politik ohnehin zum großen Gestalter auf. Der Posten des Gesundheitsministers wird allerdings Spielmasse. Den heissen Stuhl will niemand haben, das zeigt schon, wie weit es mit der Gestaltungskraft der Politik steht. Gestaltung setzt Risikobereitschaft voraus. Intelligente Risikobereitschaft, nicht das Glücksrittertum eines Professor Lauterbach, der das ganze Gesundheitswesen schon im Kopf hat. Blöd nur, dass niemand in seinen Kopf hineinschauen kann.

Mehr Markt oder mehr Staat? Auch in Sachen PKV dominiert risikolose Phantasielosigkeit. Kein Wort dazu in den Koalitionsverhandlungen. Wenn die PKV zu einer echten Alternative zum totregulierten GKV System werden soll, dann muss sie mal eine Idee entwickeln, wie das aussehen kann: Weniger Gremien, die ihre Durchschnittsmeinungen miteinander abstimmen und mehr Ärzte, Krankenhäuser und Versorgungseinrichtungen, die gute Versorgung machen wollen. Nee, besser, die ihre Kunden gesund halten wollen. Schöne Idee, aber in diesem totgeregelten System wird das nichts werden.

Und eigentlich hätte man sich von Jens Spahn in der Koalitionsverhandlung auch erwartet, dass er in Sachen Versichertenorientierung und Mindestleistung von PKV-Versicherungen dem Sektor Dampf macht, indem zumindest die Frage der Mitnahme angesparter Leistungen beim Versicherungswechsel in das Koalitionsprogramm aufgenommen wird. Ja, da hat Politik versagt (oder der PKV-Verband einfach die bessere Drähte ins Kanzleramt).

Wie anders es laufen kann und wie auch Planwirtschaften eine Phantasie für neue Lösungen entwickeln kann, zeigt ein Beitrag von Professor Sebastian Heilmann in der FAS vom 24.11.2013.

Offensichtlich hat China eine Idee davon entwickelt, wie Dezentralität und Zentralität sich ergänzen können. Darum geht es, gegensätzliche Pole zusammen zu bringen. Markt und Staat in ein fruchtbares Verhältnis zueinander zu bringen. Um neue Lösungen zu finden.

Wie sind gesellschaftliche Oberziele und eine auf Lösungsfindung orientierte Politik miteinander zu denken?

Die Politik schweigt dazu, die einen denken immer noch in den Dimensionen zentral geplanter Staats- und Konzernwirtschaft, die entscheidet, was richtig und was falsch ist. Die anderen dümpeln noch im Sumpf ideologisch verabsolutierter Laissez faire dahin und nennen das liberal. Und die GRÜNEN, die es in der Hand hätten, diese beiden Enden zusammen zu bringen? Da schweigt des Sängers Höflichkeit.

Von China lernen heisst siegen lernen. FAZ und FAS lesen, heisst, das soll an dieser Stelle auch mal angemerkt werden, eine Idee der Antworten von Morgen zu erhalten. Schritt für Schritt.

Herzlichen Dank!
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Eugen Münch, entgegen dem medial erzeugten Lärm einer der wenigen Visionäre der Gesundheitswirtschaft.

Da kann sich die Politik ein paar Scheiben davon abscheiden. Vernetzte Medizin, endlich einer, der das verantwortlich und gestalterisch übernimmt. Auch, wenn die gegnerischen Lobbyisten toben. Ein ganz großes Interview, heute in der Süddeutschen Zeitung: (mehr …)

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Was vom Westen übrig bleibt. Die Gesundheitspolitik in den Koalitionsverhandlungen.

Wenn es unseren großen Kümmerer Politik nicht gäbe. Jetzt kümmert er sich also auch darum, ob Patienten innerhalb vier Wochen einen Termin beim Arzt erhalten. Da kann man ja gleich…

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Hoffentlich ….. versichert. Über „Under the Counter“ Geschäfte.

Die DEBEKA Affäre verweist mich auf ein Problem, auf das ich in der Vergangenheit schon öfter gestoßen bin: Die Diskrepanz zwischen der offiziellen und der echten Welt. Die DEBEKA Zentrale hat vom Adresskauf gar nichts gewusst (nein, so etwas), das waren wieder irgendwelche schlimmen Finger. Ich kenne auch einen Fall, da ging es um systematischen Betrug bei Schadensregulierunge. Dann schilderte mir vor einigen Wochen ein Bekannter, wie Angestellte im Verkaufsbereich sich unbezahlte Überstunden abpressen lassen und mündliche Vereinbarungen oder stillschweigendes Einverständnis voraussetzen, wenn sie illegale Absprachen eingehen.

Auch die jüngst bekannt gewordenen Fälle illegaler Arbeitskräfte im Schlachthofbereich deuten ja in diese Richtung, dass es einen erheblichen Unterschied zwischen der offiziellen und der echten Welt gibt.

Wäre es vor diesem Hintergrund nicht sinnvoller, die Politik konzentrierte sich darauf, illegales Verhalten zu ahnden oder die Geltung herrschenden Rechts durchzusetzen?

Der Stein des Anstoßes aus dem Handelsblatt:

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Obamacare. Und unsere Klagen über unser Gesundheitssystem

Wenn wir uns im Deutschland über unser Krankenversicherungssystem beklagen, tun wir das auf sehr hohem Niveau. Bei allem, was es zu kritisieren gibt und obwohl man nicht wirklich erklären kann, warum es funktioniert, funktioniert es doch. Man muss es nur mit dem US-amerikanischen System vergleichen! dem teuersten der Welt mit der schlechtesten Bevölkerungsversorgung der (zumindestens) westlichen Welt.

Meine Schlussfolgerung:
Ungehemmter Kapitalismus führt zu ungehemmtem Profitstreben
Ungehemmter Lobbyismus verstärkt das
Das Vorzeigeland des Kapitalismus verfügt über ein völlig marodes politisches System. Der Konsens der Demokraten führt zu einer erpresserischen Strategie einer Minderheit gegenüber einer Mehrheit.

Und hier der eigentliche Beitrag des Handelsblatts:

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Bürgerversicherung, kann man machen. Aber was bringt’s?

Der ganz große Aufreger scheint die Bürgerversicherung in diesem Wahlkampf nicht zu werden. Die Steuerpolitik hat die ursprünglich der Bürgerversicherung angediente Aufgabe, Symbol des neuen Gerechtigkeitsbegriff einer anderen, rotgrünen Regierung zu werden, übernommen. Die Komplexität gesundheitspolitischer Konzepte will sich im Wahlkampf dann doch niemand zumuten.

Bedeutet das Ende des PKV Systems das Ende der Zweiklassenmedizin?

Und dennoch lohnt ein Blick auf die Debatte rund um die Bürgerversicherung. Rund 10 Prozent der Deutschen sind über das PKV System abgesichert und es sind, entgegen der landläufigen Meinung nicht nur die Bestverdiener, sondern auch viele unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze. Und dem aufmerksamen Betrachter fällt dann doch auf, dass nach Jahren des Stillstandes auf einmal Bewegung in die Debatte über die Krankenversicherung kommt.
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Der so angelegte PflegeTÜV ist ein Verbrechen wider die Menschlichkeit. Wer hat das verbrochen?

Und wenn wir schon beim moralisch unhaltbaren Zustand des Gesundheitswesens sind, können wir beim Pflegetüv gleich weiter machen. Der Pflegetüv, das ist die institutitonalisierte Verantwortungslosigkeit. Mit dieser Logik, dass Schreibtischtäter keine Verantwortung übernehmen, hat Deutschland unter den Nazis auch KZs gebaut, Verlegungspläne erstellt, reibungslos den Massenmord geplant.

Eine Analogie der Systemlogik, wohlgemerkt, ich unterstelle niemanden, dass er das bewußt macht. Aber hier liegt der Skandal doch in der Routine. Warum beschäftigt sich Politik nicht mit diesem offen unethischen Verhalten? Und zwar nicht in dieser bescheuerten, wie du mir, so ich dir Logik der Parteipolitik, sondern in der Ursachenforschung? Parteiübergreifend! Warum gibt es keinen Aufschrei der gut geführten Häuser gegen ihre unethische Konkurrenz? Warum dürfen alle so weiter machen?

Weil niemand Verantwortung übernehmen will, weil niemand Risiken eingehen will, weil die Rollenroutine alles, Verantwortung nichts ist. Weil diese Gesellschaft sich gerne sanft bettet, konfliktfrei.

„Frage nicht, was sein Land für dich tun kann, frage, was Du für dein Land tun kannst“, dieser Satz von Kennedy bringt den Konflikt gut auf den Punkt, auch wenn er selber nicht danach gehandelt hat.

Und nochmal Südddeutsche: (mehr …)

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Ist Betriebswirtschaft der Teufel des Gesundheitssystems? Und mit welchem Beelzebub treibt man ihn aus?

Eine erschütternde Geschichte, heute in der Südddeutschen. Die Menschenwürde einer alten Dame, geopfert auf dem Alter des Mamons. Eine alte Frau wurde zu Tode untersucht, weil dadurch viele Positionen abrechenbar sind.

Die Botschaft des Artikels: Das ist der Fluch der Ökonomisierung des Gesundheitswesens.

Ich meine: Vielleicht. Aber vielleicht auch nicht. Bevor wird das entschieden können, sollten wir unsere Emotionen beiseite schieben und nachdenken: Wie kann so ein Mißstand, dass Menschen für das ökonomische Wohlergehen der Klinik requiriert werden, verhindert werden?
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