Landschaftsvermessung oder Marschbefehl? Eindrücke anlässlich des 3. grünen netzpolitischen Kongresses. #nk16

90% aller Deutschen würden, da bin ich mir sicher, den Titel geil finden: "Für eine Ethik der digitalen Gesellschaft."  Und weil die Grünen die Partei der Grundsätze und der Grundhaltung…

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Bullshit-Bingo namens Wissenschaft. Anmerkungen zum grünen Fachgespräch über Gesundheits-Apps

Die Bundestagsgrünen haben zum Expertengespräch geladen, der Ort war stickig-cool (sehr großes Interesse), das Rainmaking-Loft, Heimat des Startup-Accelerators Startupbootcamp, der im November mit seinem ersten Digital Health Programm in Berlin startet. 

Was muss, was sollte man tun, um den Dschungel an Gesundheitsapps zu durchleuchten und durchforsten, um Spreu vom Weizen oder “Best Practice” vom “Worst Case”, vor Müll oder Gesundheitsgefahren zu schützen. Die grüne gesundheitspolitische Sprecherin Maria Klein-Schmeink war eine kluge Gastgeberin. 

Aber: Man kann sich seine Gäste nicht immer ganz frei aussuchen. 

Im ersten Teil, und da sind wir schon mitten im Problem, wurde die Wissenschaft befragt. Und, man entschuldige mir meine Pauschalität, die hatte in ihrer Elfenbeinarroganz wieder mal keine Antwort. 

Außer: Evidenzbasiert. Und: da müsste man mal genauer forschen. 

Bullshitbingo. Auftragsfishing. Und keinerlei Erkenntnis, was da draußen vor sich geht. Wie und warum Menschen oder Unternehmen Apps entwickeln oder entwickeln lassen. 
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Over? Über den Flirt der Gesellschaft mit den Grünen

Endlich, aus grüner Sicht, ist es geschafft. Die Regierungsbeteiligung ist greifbar. Und dieser Umstand wird die Berliner Grünen darüber hinwegtäuschen, dass auch sie einer der großen Verlierer dieser Abgeordnetenwahl sind. 

Die Grüne Wählerbilanz: Stimmanteile verloren (am meisten übrigens in Kreuzberg Friedrichshain!!!!!) und das an so gut wie alle Parteien:21.000 an die Linken, 9000 an die FDP, 4000 an die AfD, 3000 an die SPD, 2000 an die CDU, ebensoviele an die Nichtwähler. 

Das muss man erst mal setzen lassen. Wir erinnern uns: Letztes Mal schienen Renate Künast und Volker Ratzmann die großen Verlierer, weil sie die SPD nicht überrunden konnten. Aber jetzt reicht es gerade noch für Platz Vier. 

Städtische Avantgarde war gestern.

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Harald Welzer, die smarte Diktatur. Ein Angriff auf unsere Denkgewohnheiten.

Ich mag, man ahnt das, diese linken, selbstüberheblichen Besserwisser a la Leggewie und Welzer nicht. Mir ist das alles zu schemantisch und nachkriegsdeutsch. Muss aber immer, fast zwanghaft die "smarte…

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Das Gute an #Grünschwarz! Weniger Politiksprech wagen. Dafür Wirtschaft und Gesellschaft machen lassen.

Der Koalitionsvertrag von Grün und Schwarz in Baden-Württemberg liegt auf dem Tisch. Was ich als gut dabei betrachte: Das Ende rotgrüner Projektitis. Die hat dazu geführt, dass sich Rote und…

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Aufstieg kommt vor dem Fall. Der aktuelle Spiegel, die Grünen und die Politik

In seiner aktuellen Ausgabe hat der Spiegel eine bitterzynische Abrechnung mit den Grünen geschrieben. Jan Friedmann, Annett Meiritz, Ruben Rehage, Britta Stuff haben zugeschlagen. Ihre Botschaft: Früher radikal, sind die…

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Wir Kuschelmonster! Warum es an der Zeit ist, dass WIR GRÜNE uns im Spiegel mal genauer betrachten.

Kuschelmonsterdeutschland war gestern. Grüne, willkommen in der Wirklichkeit. Die Frage ist: Wollt ihr mit 30 Prozent der Deutschen einen Kurs verantwortlicher Leistungsfähigkeit gehen? Oder weiter diese links-staatsfixierten wünschdirwas Paradiesträume träumen?

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Nicht links, nicht rechts. Vorne! Warum ein alter Gedanke für die Grünen neue Nahrung erhält.

Jetzt rüsten sie wieder. Die Grünen, in Rheinland-Pfalz gerupfte Wahlsieger von Baden-Württemberg suchen eine bundesweite Aufstellung. Am Wochenende ist kleiner Parteitag. Michael Kellner hat sich frühzeitig in Stellung gebracht, Mathias Wagner, der den Laden in Hessen zusammenhält, hat geantwortet  Aber worum geht’s 

 

 Die Grünen suchen eine Aufstellung. 

 
Krass, oder? In einem Land die größte Partei zu werden, im anderen völlig abzusacken, im dritten sich tapfer zu schlagen. Just One Day! 
 

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Warum Rüdiger Soldt mit seinem Kommentar „Grün-Schwarz ist zum Erfolg verpflichtet“, FAS vom 3.4.2016″ ausnahmsweise falsch liegt.

So sehr ich Rüdiger Soldts Berichte in der FAZ schätze, so sehr muss ich seiner Einschätzung der Erfolgsaussichten von Grünschwarz in Baden-Württemberg (Grün-Schwarz ist zum Erfolg verpflichtet“, FAS vom 3.4.2016) inhaltlich widersprechen. 
Die Erfolgsaussichten wären, so schreibt er, unter folgenden Voraussetzungen gegeben: „Die CDU muss bei den Themen Inneres, Integration, Bildung, Wirtschaft und Infrastruktur ihre Handschrift sichtbar machen und vor allem mit herausragendem Personal aufwarten, das sich nicht allein aus der Landtagsfraktion rekrutieren darf.“
Mit Verlaub, das beinhaltet zwei Fehler, die zeigen, wie sehr auch sachliche Journalisten dem Trubel am politischen Hofe erliegen.

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Grün-Schwarz in Baden-Württemberg. Zum Ende der Politikgläubigkeit in Deutschland.

Ich wundere mich ja immer. mehr über die angeblich politisch interessierten MitbürgerInnen, die die Fahnen einer Partei hochhalten und über Unvereinbarkeiten streiten. So, als ob eine Landesregierung die Hebel komplett umlegen könnte. Polititstrategen phantasieren dann immer über „Framing“, „Agendasetting“, bemühen gar Gramsci’s Hegemoniebegriff. Danach wäre es von größter Bedeutung, die hegemoniale Selbstdeutung über die Gesellschaft übernehmen und prägen zu können. 

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Die freundliche Festung Europa.

Jetzt wird etwas Realität, was ja angeblich niemand wollte. Die Festung Europa. Wenngleich mit menschlichem Antlitz. 
 
Manchmal denke ich mir: Worum geht es eigentlich im öffentlichen Diskurs? Immer wieder stelle ich fest: Es geht nicht um Argumente, sondern darum, wer zu welchem Zeitpunkt was sagen darf. Es wird also ein- und ausgegrenzt und innerhalb des eigenen „Lagers“ also der Inngroup, geht es darum, wer welche Rolle einnehmen darf. 
 
Der Mensch kuschelt gerne und die Frage ist: Wer darf mitkuscheln und wer muss draußen bleiben. 
 
Und: Wer gibt den bösen Buben ab.

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Zur künftigen Rolle der Grünen: Die eigene Rolle weiterentwickeln. Und sich im Umgang mit der AfD ehrlich machen.

Volkspartei? Neue Avantgarde. Oder Abseits. Die Grünen beginnen eine Debatte über ihre künftige Rolle. Warum sie künftig anders sein müssen, um weiterhin die Agenda prägen zu können.
It’s the economy, stupid!

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Elemente eines grünen Wir schaffen das. Ein neuer grüner Aufbruch. 

Was wollen uns die Wahlergebnisse vom 13.3. sagen? Welche Konsequenzen sollten die Grünen daraus ziehen.  Alle Wahlergebnisse insgesamt sind eine Mißtrauenserklärung an die politischen Parteien. 75% aller AfD-Wähler sind Protestwähler.…

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Die Lehren des Wahlsonntags. Das Ende politischen Scheinriesentums.

Bittersüsser Sieg der Grünen in Baden-Württemberg. Stärkste Partei, nochmals über sechs Prozent Zuwachs, aber vielleicht die Regierungsmehrheit verloren. Am Ende kann es die FDP entscheiden. 
Was zeigt das Ergebnis? 
Es geht um Repräsentation, um Richtung, nicht um Programme. Winfried Kretschmann und die Grünen wurden gewählt, weil sie ruhige und unaufgeregte Politik machen. Eine stärkere ökologische Ausrichtung ist ok, wenn sie Augenmaß beweist. Glaubwürdige Abwägung statt scharfkantige Abgrenzung ist gefragt. Und Haltung in den großen Fragen.

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Die grüne Kraft der Mitte. Was die Berliner Grünen aus Baden-Württemberg lernen können

Zeitenwechsel. Der 13.3.2016 wird als historischer Tag in die Annalen der Grünen eingehen. Einerseits: Der Aufstellungsparteitag der Grünen in Berlin, andererseits die Baden-Württemberg Wahl von heute. Berlin, das ist das Grün von gestern, Baden-Württemberg, das ist das Grün von morgen. Warum das so ist, will ich kurz erläutern. 

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Warum sich Grüne neu erfinden müssen. Und Baden-Württemberg die Blaupause dazu ist.

Der Neuanfang ist ganz unspektakulär. „Wir bleiben auf dem Teppich, auch wenn der Teppich fliegt“, kommentierte Winfried Kretschmann im Wahlkampf 2011 den unheimlichen und trotz Stuttgart 21 unerklärlichen Höhenflug der Grünen. Das war vor Fukushima. Der Chef auf dem fliegenden Teppich ist seiner Haltung treu geblieben als erster Diener des baden-württembergischen Staates. Er hat mit einer Politik des Gehörtwerdens Weichen gestellt. Entgegen der grünen Funktionärserwartung wurden von ihm nicht nur Bürgerinnen und Bürger gehört, sondern auch diejenigen, die Baden-Württemberg stark machen, die technologiebasierte, innovative und exportorientierte Wirtschaft. Der Mut, das Ganze zu sehen (und die auf Klientelperspektive wegzulassen), wird hoffentlich Zeichen setzen.

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